Sommer Crash

Dortmund-Nord, Fredenbaumpark, 13:00 Uhr

Durch ein Anrufer wurde ein Verkehrsunfall im Fredenbaumpark gemeldet. Der Fahrer eines Kleinbusses erlitt ein Herzinfarkt und fuhr ungebremst in 2 weitere Fahrzeuge. Dieses Bild bot sich am Samstag, 26.04.2008 den zahlreichen Spaziergängern im Fredenbaumpark. Wie sich jedoch schnell herausstellte, war dies zum Glück nur eine Großübung.

Ein Mitglied des RUD-Team (Realistische Unfall Darsteller) der JUH spielte eine bewusstlose Person.
Einige Personen konnten die Fahrzeuge nicht selbstständig verlassen.

 

Nach einer über 6 monatigen Planungsphase, führten wir am 26.04.2008 eine Übung der besonderen Art durch. Diese konnten wir nur durch die tatkräftige Unterstützung der Hilfsorganisationen, des Grünflächenamtes, der DSW21 und des Hobbyfotografen Stefan Quinting druchführen.

 

Als gegen 13:00 Uhr der Notruf bei der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Dortmund mit dem Stichwort „Übung“ eingeht, wurde dieser sofort zur weiteren Bearbeitung an die Übungsleitung und der Besatzung des Einsatzleitwagen 2 der Johanniter übergeben.

Der Einsatzleitwagen Typ ELW 2 der Johanniter (besetzt mit JUH, MHD und Feuerwehr) übernahm die Einsatzleitung.

 

Sofort wurde der Löschzug 29 (Deusen) mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einem Rüstwagen alarmiert. Zeitgleich rückten 1 Rettungswagen und 1 Notarzt zur Unglücksstelle aus. Nach dem Eintreffen der ersten Rettungsmittel bot sich jedoch ein anderes Bild. Ein Kleinbus war ungebremst auf 2 PKW´s aufgefahren. Der Fahrer des Kleinbusses litt an einen Herzinfarkt, die Fahrer der beiden PKW´s wurden hierbei eingeklemmt. Da sich der Unfall in Höhe einer stark besuchten Haltestelle ereignete, waren vor Ort 28 Betroffene, die den Unfall hautnah erlebt haben. Nach einer ersten Rückmeldung, erhöhte die Einsatzleitung auf einer „Massenanzahl von Verletzten“ (ManV) Lage. Hierbei wurden die Verletzten durch Angehörige der Jugendfeuerwehr Deusen und den „Realistische Unfall Darsteller“ (RUD) der Johanniter gespielt.

 

Das erste Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschzug 29 (Deusen) gab sofort eine erste Rückmeldung und forderte eine Alarmstufenerhöhung an.

 

Insgesamt 28 Betroffene der JUH und der Jugendfeuerwehr mussten durch die Malteser, Johanniter und der Feuerwehr versorgt werden.

 

Von da an, erreichten die Einsatzfahrzeuge mit Sonderrechte im minutentakt die Einsatzstelle. Sofort wurde mit der patientenorientierten Rettung der Eingeklemmten begonnen. Zeitgleich wurde der Behandlungsplatz 1 (BHP50) durch die Sondereinsatzgruppe – Rettungsdienst und dem benachbartem Löschzug 25 aus Eving aufgebaut und die Verletzten durch weitere anwesende Notärzte kategorisiert, bevor die Mittel- und Schwerverletzten in dem Behandlungszelt versorgt und für den Abtransport vorbereitet wurden. Die leicht verletzten wurden parZeit durch die Sonder Einsatz Gruppe – Betreuung der Johanniter parallel betreut. Für die Fotodokumentation stand unser Hobbyfotograf Stefan Quinting wieder zur Verfügung.

 

Die Sondereinsatzgruppe (SEG-RD) des Deutsche Rote Kreuz war schnell vor Ort und übernahm die Einsatzleitung Rettungsdienst.

 

Nach der Kategorisierung wurden die Verletzten im Notfallzelt versorgt und zum Abtransport vorbereitet.

Als unabhängige Übungsbeobachter und „Einsatzleiter Technische Rettung“ kam der diensthaben B-Dienst (gehobener feuerwehrtechnischer Dienst) von der Feuer- und Rettungswache 1 der Berufsfeuerwehr Dortmund. Nach rund 2 Stunden konnte der Übungsleitung, die Befreiung und Versorgung aller Verletzten gemeldet werden.

 

Ziel dieser gemeinsamen Übung, an dem die Löschzüge 29 (Deusen), Löschzug 25 (Eving), die Schnell Einsatz Gruppe Rettungsdienst des DRK, Realistische Unfall Darsteller JUH, Einsatzabteilung JUH, und Rettungsfahrzeuge der Malteser beteiligt waren, waren unter anderem die Befreiung von 2 eingeklemmten Personen, die Registrierung der Verletzten, Abarbeitung einer ManV-Lage und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem Rettungsdienst. Im Anschluss an dieser Übung, kamen alle zu dem Entschluss, das die Übung bis auf ein paar kleineren Details gut verlaufen ist, und eine solche Übung wiederholt werden soll. Zum Abschluss gab es noch für alle Beteiligten eine Stärkung bei Gulaschsuppe und Kaltgetränken.

 

Insgesamt waren bei dieser Übung im Einsatz:

Johanniter Unfall Hilfe

1 Einsatzleitwagen Typ 2

1 Kommandowagen

2 Kombi BT (EE/Land)

1 LKW BT

1 Gerätewagen Sanitätsmittel

3 Krankentransportwagen

1 Gerätewagen Technik und Sicherheit

 

Malteser Hilfs Dienst

1 Rettungswagen

2 Krankentransportwagen

1 Einsatzleitwagen 1 für Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst

 

Deutsches Rote Kreuz

1 Einsatzleitwagen Typ 1

1 Gerätewagen Rettungsdienst 1 (SEG)

1 Gerätewagen Rettungsdienst 2 (SEG)

1 Rettungswagen für Realsicherung

 

Löschzug 29 (Deusen)

1 Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 16/12

1 Rüstwagen Typ 1

1 Mannschaftstransportwagen

 

Löschzug 25 (Eving/Brechten)

1 Löschgruppenfahrzeug 16/12

1 Abrollbehälter Massenanzahl von Verletzte (ManV)

 

Feuer- und Rettungswache 1

Einsatzleitwagen 1 (B-Dienst)