Silvester 2011

Die Silvesternacht 2011

Die Silvesternacht ist für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte immer eine schöne Möglichkeit ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Stadt zu zeigen. Zum Jahreswechsel 2011 / 2012 war der Löschzug 29 Deusen mit der Gestellung von zwei Staffeln und zwei Löschgruppenfahrzeuge eingeplant.

Die Vorbereitung und Planung um dieses Ereignis begann schon im Spätsommer in Form von Unterrichten und Übungen die sich speziell mit der Brandbekämpfung im Erstangriff mit einer kleinen, taktischen Einheit befasste. So nutzten wir die Gelegenheit zu einem Übungstag am 17. Dezember 2011 im Ausbildungszentrum der Feuerwehr Dortmund um die Themen der Brandbekämpfung zu intensivieren.

Am Samstag, den 31.12. war es dann so weit. Die personellen und technischen Angelegenheiten konnten noch auf dem letzten Tag des Jahres erledigt werden, so dass der Löschzug pünktlich um 18:30 Uhr mit beiden Fahrzeugen in Dienst gehen konnte. Nach einer ausführlichen Fahrzeugeinweisung, Übernahme und Besprechung kam auch schon das ersehnte Buffet zu unserer Wache.

 

Um 19:16 Uhr wurde das 1. Fahrzeug zum ersten Mal alarmiert. Einsatzort war die Münsterstraße, wo in einem Hinterhof eine Mülltonne brannte. Da ein Fahrzeug der Feuer- und Rettungswache 1 (Mitte) schneller am Einsatzort war, wurden wir auf der Anfahrt wieder abbestellt.

 

Um 20:31 Uhr folgte die nächste Alarmierung, wieder ein Mülltonnenbrand an der Mallinckrodtstraße / Leopoldstraße. Kurz vor dem Ziel, meldete die Einsatzleitstelle dass ein Müllcontainer im Gebäude brennen würde und wir dringend Rückmeldung geben sollten. Nach einer kurzen Erkundung brannten zwei 1,1 m³ Müllcontainer in voller Ausdehnung in einem Entsorgungsraum, welcher mit dem Wohnhaus verbunden war. Da nicht ersichtlich war, ob der Rauch sich auch in die darüber liegenden Geschosse ausgebreitet hatte, wurde die Alarmstufe auf einem Löschzug erhöht. Jedoch konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und keine Rauchentwicklung im Gebäude festgestellt werden. Kurz nach eintreffen der Unterstützung durch die Feuer- und Rettungswache 1 (Mitte), konnten diese wieder einrücken.

Beim eintreffen war die Lage schnell klar.
Es brannte ein 1,1m³ Müllcontainer im Entsorgungsraum eines Mehrfamilienhauses.

 

Um 22:51 Uhr wurde der komplette Löschzug zu einem ausgelösten Feuermelder im U-Bahnhof Kampstraße gerufen. Jedoch wurde schnell klar, dass es sich nicht um ein Feuer, sondern um eine Rauchentwicklung von einem Feuerwerkskörper handelte. Die Einsatzstelle wurde auf die Kräfte der Feuer- und Rettungswache 1 (Mitte) reduziert und wir rückten wieder zu unserem Standort ein.

 

Ein weiterer Feuermelder im Dortmunder U-Turm wurde um 23:52 Uhr durch Zigarrenqualm ausgelöst. Dies war auch der letzte Einsatz der Löschzug Deusen im Jahr 2011 und wir konnten das Jahr mit einer Alarmierungszahl von 158 das Jahr abschließen.

 

Um 00:00 Uhr wurde dann das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßt.

 

Allerdings wurde das 1. Fahrzeug schon 21 Minuten nach Mitternacht zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im S-Bahnhof Dorstfeld alarmiert. Dort hatte wieder Rauch von Feuerwerkskörpern zu einer Alarmierung der Feuerwehr geführt.

 

Gleichzeitig mit der Auflösung des Bereitstellungsraumes bekam das 2. Fahrzeug einen Einsatz in der Goethestraße. Dort brannte ein Müllcontainer. Beim Eintreffen des Fahrzeuges glimmte nur noch der Inhalt des Müllcontainers so dass ein kurzes Nachlöschen mit dem Schnellangriff ausreichte.

 

Um 00:54 Uhr wurde der Grundschutz der Feuer- und Rettungswache 2 (Eving) und unser 1. Fahrzeug wegen einer unklaren Meldung über Brandgeruch zur Schützenstraße gerufen. Der Anrufer grenzte das Gebiet auf die Höhe der Kleingartenanlage Westerholz ein. Die Umgebung der Kleingartenanlage wurde durch die Kräfte der Feuerwehr und Polizei ohne eine Feststellung abgesucht. So wurde vermutet dass der Brandgeruch vom Containerbrand in der Goethestraße stammen könnte.

 

Um 01:21 Uhr meldete die Polizei einen Gartenlaubenbrand in der Kleingartenanlage Westerholz. Eine Hollywoodschaukel hatte unter einer Vorlaubenkonstruktion aus Holz Feuer gefangen und bereits auf die Laube übergegriffen. Das 1. Löschfahrzeug wurde dort hin alarmiert. Beim Eintreffen stand die Vorlaube fast in Vollbrand und drohte auf das Dach der Laube überzugreifen. Ein Trupp unter Atemschutz begann sofort mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung und war auch schnell erfolgreich.

Das Feuer war beim eintreffen bereits auf die Gartenlaube übergegriffen.

Die Erkundung ergab, dass die Laube stark verraucht war und es nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich dort noch Personen aufhielten. Daher wurde sich gewaltsam Zugang in die Laube verschafft. Da die Laube derart gesichert war (mehrere Schlösser und Metallriegel) und sich das Schloß nicht mit dem Zieh Fix öffnen lies, wurde kurzerhand ein Loch mit der Motorkettensäge in die Eingangstür gesägt.

Es musste sich gewaltsam Zugang verschafft werden, da die Laube von innen sehr gute gesichert war.

Der Angriffstrupp erkundete den Innenraum und konnte die erleichternde Rückmeldung geben, dass sich keine Personen in der Laube befand. Gleichzeitig wurden Lüftungsmaßnahmen eingeleitet, damit der Rauch aus dem Gebäude gedrückt werden konnte. Nach fast 2 Stunden konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

 

Nach Beendigung des Einsatzes wurde nach Rücksprache mit dem Lagedienst das zweite Löschfahrzeug aus der Einsatzbereitschaft entlassen und das erste Fahrzeug verbleib bis zum Mittag am Standort in Bereitschaft.

 

Um 04:46 Uhr wurden wir dann nochmals alarmiert. Ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person wurde auf dem Schwanenwall gemeldet. Nach der ersten Rückmeldung eines Rettungswagen war keine Person eingeklemmt und nur ein Fahrzeug zur Absicherung notwendig, so dass alle anderen Einsatzkräfte wieder einrücken konnten.

 

Um 07:50 Uhr wurden wir dann zur Klönnestraße alarmiert. Eine junge Frau hatte den Schlüssel einer Tankstellentoilette nach dem abschließen der Tür abgebrochen und war dort eingeschlossen. Die Tür konnte innerhalb kürzester Zeit mit dem Zieh Fix geöffnet werden und die Frau wurde befreit. Die Junge Frau war sichtlich erleichtert, dass die Befreiung so schnell klappte und bedankte sich.

 

Zurück am Gerätehaus wurde dann gemeinsam gefrühstückt und die Gerätschaften wieder in Ordnung gebracht. Um 14:00 Uhr konnten wir dann das zweite Fahrzeug wieder der Ausbildungsabteilung übergeben und die Einsatzbereitschaft wurde beendet.

 

Die Einsatzbereitschaft war wieder ein besonderes Ereignis für die Kameraden und freuen uns auf ein interessantes Jahr 2012.