Einsatzübung im Hochhaus

Am Mittwoch  den 30.01.2013 hat der Löschzug 29 die neue Vorgehensweise bei Bränden in Hochhäuser geübt.

Nach einer theoretischen Einweisung in das neue Hochhauskonzept der Feuerwehr Dortmund und einer Besprechung von brandschutztechnischen Einrichtungen in öffentlichen Großgebäuden wurde das erlernte in die Praxis umgesetzt.

Dank des Herrn Sessing von der Firma STRABAG, der uns als Gebäudemanager die Möglichkeit gegeben hat, eine Objektbesichtigung und eine Übung im Telekom Hochhaus an der Florianstraße durchzuführen, Der Ausbildungsinhalt konnte hier sehr gut veranschaulicht und geübt werden.

Im ehemaligem Telekom-Hochhaus konnte das Hochhaus-Konzept der Feuerwehr Dortmund geübt werden.

Zuerst wurde das Gebäude näher angesehen. Die Brandmeldezentrale und weitere brandschutztechnische Einrichtungen konnten aufgrund der laufenden Umbaumaßnahmen besonders gut betrachtet werden.

An dem Feuerwehr-Tableau erhält man die ersten Kurzinfos.
Am Brandmeldetableau kann man sehen welcher Feuermelder ausgelöst hat.
Anhand dieser Karte kann gesehen werden, welche Etagen durch die Brandschutzhelfer geräumt sind.
Ein Teil der Springleranlage, welche automatisch bei einem Brand auslösen.
Beim verlegen neuer Kabel durch eine Brandschutzmauer wurden die Löcher mit provisorischen Brandschutzkissen geschlossen.
Ein Feuerwehr-Aufzug ist immer mit einem Vorraum auf jeder Etage ausgestattet.

Nach der Besichtigung wurde das Übungsszenario besprochen und die Gruppen eingeteilt. Es wurde ein Feuer im 17. Obergeschoß angenommen – 1 Person wird vermisst.

Das ersteintreffende Löschgruppenfahrzeug rüstet sich nach dem Konzept als erster Stoßtrupp aus und ging zur Menschenrettung und Brandbekämpfung über den Treppenraum 1 mit der Ausrüstung in das 17. Obergeschoß vor. Die Ausrüstung wurde extra über die Treppe und nicht über den Feuerwehraufzug zur Einsatzstelle geführt, um die körperliche Belastung in so einem Fall zu erleben.

Die Stoßtrupps treffen sich im Treppenhaus und gehen in die 17. Etage vor.

Das zweite Löschgruppenfahrzeug ging mit einem Stoßtrupp in das 15. Obergeschoß vor, um dort ein Depotgeschoß zu errichten. In diesem Geschoß werden benötigte Materialien gelagert und bei Bedarf an die Einsatzstelle gebracht.

Als der 1. Stoßtrupp in der 17. Etage eintraf, wurde ein mobiler Rauchvorhang (Smoke Stopper) in die geöffnete Brandschutztür gehangen, um eine Rauchausbreitung in den Sicherheitstreppenraum zu verhindern. Die Löschwasserversorgung findet in Hochhäuser immer über Wandhydranten statt, die sich in jedem Geschoß vor den Zugangstüren im Treppenhaus befinden. Der Trupp ist dann zur Menschenrettung und Erkundung vorgegangen. Die vermisste Person konnte schnell gefunden und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Nach der Anbringung des „Smoke Stoppers“ geht der Trupp zur Personensuche und Erkundung weiter vor.

Weitere Trupps wurden zur Unterstützung aus dem Depotgeschoß im 15. Obergeschoß in das Brandgeschoß in der 17. Etage zugeführt werden.

Die Übung konnte mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen erfolgreich abgeschlossen werde und bedankt sich nochamls bei der Firma STRABAG für die hervorragende Zusammenarbeit.

Bericht: FF, Fotos: AG